Spinnenarzneien Gerhard Ruster

Spinnenmittel in der Klassischen Homöopathie: Kaum einem Haustier wird mit größerer Abscheu begegnet als der Spinne. Es gibt wenige Ängste, die derart unbegründet sind, wie die Arachnophobie. Schon alleine dadurch sind Spinnenängste sehr auffallend. In der Homöopathie gehören die Spinnenarzneien meiner Ansicht nach zu den Polychresten (insofern es so etwas gibt). Wen wundert’s, gehört doch die Krätzmilbe, die ja letztendlich mit der Psora in Zusammenhang gebracht wird, auch zu den Spinnentieren. Diese stellen eine wichtige Arzneigruppe dar, die man häufig braucht.

Am einfachsten zu erkennen sind sicherlich die allzu intensiven und heftigen Kinder mit ihren dünnen und stets unruhigen Gliedern, die wie von der Tarantel gestochen die Praxis auseinander nehmen.

Weniger bekannt ist der große Nutzen der Spinnenmittel bei Entwicklungsstörungen mit motorischem Anteil und bei vielen Koordinationsstörungen.

Schaut man auf die gemeinsame Kernproblematik der geheilten Patienten, so zieht sich ein roter Faden durch alle Fälle: Der Verlust eines Gliedes.

Das kann der Verlust eines Familienmitgliedes sein wie der Ehemann, welcher gestorben ist und eine „schwarze Witwe“ mit ihren Herzsymptomen zurück lässt. Auch der Verlust eines Körpergliedes oder ein Knochenbruch, ja sogar eine ganze Familie, die auseinanderbricht, passen in das Bild der Spinnenarzneien.

Es kann auch schlicht in der Empfindungen geäußert werden, als ob ein Bein abfalle, der Kopf nicht zum Körper gehöre oder auch, dass Gefühl und Verstand getrennt seien. (z.B. Theridion).

Die Spinnen gehören gemeinsam mit den Skorpionen zu den Gliedertieren. Es ist interessant zu sehen, wie das Problem, all diese Glieder und Gliedmaßen zu koordinieren, sich in den Arzneimittelbildern körperlich wie seelisch ausdrückt.

Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv damit auseinander gesetzt und stelle die Gemeinsamkeiten und Charakteristika der Gliedertiere anhand von Fällen dar.

Arzneimittelbild und Fälle zu:

- Latrodectus Mactans - die Schwarze Witwe

- Theridion currassavus - die Orangenspinne, eine Schwarze Witwenart

- Aranea diadema - die Kreuzspinne

- Mygale Lassiadora - eine Vogelspinnenart

- Tarantula cubensis - cubanische Vogelspinne

- Tarentula hispanica - eine Wolfsspinne

- Androctonus amoreuxii hebraeus – Skorpion

- Limulus polyphemus - Königskrabbe

- Tela aranea - Spinnennetz der Kreuzspinne

Die Fälle sind gut dokumentiert und liegen schriftlich vor.

Samstag, den 05.05.2018 von 09.30 – 18.00 Uhr

Sonntag, den 06.05.2018 von 09.00 – 17.30 Uhr

Dozent: HP Gerhard Ruster
Kosten: 180,00 Euro
Teilnehmer: Notwendig sind weitergehende Kenntnisse in der Klassischen Homöopathie

Diese Veranstaltung wird im Rahmen des Fortbildungszertifikates
für Heilpraktiker (BDH) mit Punkten bewertet.

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