Phytotherapie


Phytotherapie

Nächster Ausbildungsstart:
04. Mai 2012

Zu den ältesten Anwendungen in der Medizin gehört die Therapie mit Heilpflanzen. Es
gibt Hinweise, dass die Wirkungsweisen der Phytotherapie bewusst seit über 60.000
Jahren genutzt werden. Von der Antike bis zur Neuzeit ist die Arbeit mit Heilpflanzen zu
einer sehr vielschichtigen Therapieform gewachsen.

Heute neigen die Medizin und der Mensch dazu, immer stärkere Substanzen von der
Chemie zu fordern und die Anhänger der Naturheilkunde begehen häufig den Fehler, die
natürlichen Arzneien in unserer Umgebung nicht zu achten.

Unser einzigartiges Konzept ermöglicht es Ihnen, dieses breitbandige Wissen zu
koordinieren und praktisch sowie erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Dabei spielen die
traditionellen Rezepturen eine ebenso große Rolle, wie die wissenschaftlichen
Erkenntnisse. Gerade in der alternativen Medizin zeigt sich die effektive Wirksamkeit
immer wieder. Der Schüler erfährt einen fundierten Grundstock an Wissen im Umgang
mit Pflanzen und ätherischen Ölen. In dieser Seminarreihe erlernen Sie nicht nur die
theoretischen Grundlagen der Heilpflanzenkunde sondern diese auch praktisch und
erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Neben der Theorie werden Sie rezeptieren,
Tinkturen ansetzen und Salben herstellen. Um sicher bei der Bestimmung verschiedener
Heilpflanzen zu werden, gehen Sie auf Exkursionen und lernen dabei, die
unterschiedlichen Pflanzen zu erkennen. Nicht nur beim praktischen Arbeiten geben die
Dozenten ihr breitbandiges Praxiswissen ohne Einschränkung weiter.

Die Ausbildung selber besteht aus einem Praxis- und einem Therapieblock.
Die Blöcke sind auch einzeln buchbar.

Inhalte der Ausbildung:

Block 1 – Praxisblock (Modul 1-3)
In diesem Grundlagenblock wird das Basiswissen für eine effektive Phytotherapie vermittelt.
Das beinhaltet das Finden und Identifizieren der Heilpflanzen, auch auf Exkursionen sowie
das Arbeiten mit den Schätzen der Apotheke Gottes (z.B. Tinkturen und Salbenzubereitungen).

Modul 1 (04./05./06.05.12)
Die frischen Sprossen des Frühlings verheißen nicht nur starke Heilkraft, sondern auch
kulinarischen Genuss. Einfache und unscheinbare Kräuter direkt vor der Haustür bieten
einen Schatz ungeahnter Anwendungsmöglichkeiten.
- Grundlagen der Heilpflanzenkunde
- Signaturenlehre und Pflanzenbestimmung
- Die entgiftende Wirkung der Frühjahrspflanzen, Reinigung für Körper und Seele
- Rezepte und Tipps für die Kräuterküche
- Die Familienapotheke, Grundlagen der Arzneimittelherstellung
- Sammeln, Trocknen, Haltbarkeit, Verarbeiten und Lagern
- Anlegen eines Herbariums
- Die Heilpflanzen der Jahreszeit des Frühlings
- Heilpflanzen und deren Inhaltsstoffe

04.05.12 (10.00 Uhr – 17.15 Uhr); 05.05.12 (10.00 Uhr – 15.15 Uhr), 06.05.12 (10.00 Uhr – 14.30 Uhr)

Modul 2 (15./16.06.12)
Blühende Kräuterwiesen bieten Erfahrungen für alle Sinne. Um Johanni und Mittsommer
beschenkt uns die Natur mit duftenden Blüten. Sie öffnen das Herz und schenken einen
kleinen Einblick in das Wesen der Pflanzen.
- Heilpflanzenkunde und Kosmetik
- allgemeine Grundlagen der Creme und Salbenherstellung
- Heilöle und Tinkturen
- Natürlicher Sonnen- und Mückenschutz
- Teegrundlagen und –rezepte
- Wildkräuter und Blütenblätter in der Küche
- Johanniskräuter- Heilpflanzen für die dunkle Jahreszeit
- Die Heilpflanzen des Frühsommers

15.06.12 (10.00 Uhr – 17.15 Uhr); 16.06.12 (10.00 Uhr – 15.15 Uhr)

Modul 3 (13./14.07.12)
Im Höhepunkt des Sommers entfalten viele Heilkräuter ihre stärkste Kraft. Viele
Legenden und Mythen ranken sich um die Sommerpflanzen.
- Der nächste Winter kommt bestimmt: Grippemittel
- Hochsommer, die Zeit der Frauenkräuter
- Heilkräuter und Giftpflanzen, sicherer Umgang mit den Schätzen der Natur
- Räucherkunde – Der Duft der Götter
- Die Heilpflanzen des Sommers

13.07.12 (10.00 Uhr – 17.15 Uhr); 14.07.12 (10.00 Uhr – 15.15 Uhr)

Bitte mitbringen für Modul 1-3
- Schneidbrett
- einen Mörser (wer hat)
- Messer
- Schere
- kleine Handschaufel
- 2-3 Flaschen Wodka oder Doppelkorn zum Ansetzen von Tinkturen
- 2-3 Flaschen gutes Pflanzenöl (Sonnenblume, Jojoba, süße Mandel o.ä.) zum Ansetzen
von Mazeraten
- diverse Gläser mit Schraubverschluss (Marmeladengläser o.ä.) für die Ansätze
(je nach individueller "Arbeitswut" lehrt die Erfahrung, lieber einige Flaschen und Gläser
mehr einzustecken!)
- Etiketten zum Beschriften
- Stoffbeutel/Korb o.ä. zum Sammeln der Pflanzen
- Bestimmungsbuch (Was blüht denn da, Kosmos-Verlag) o.ä.
- Dem Wetter angepasste Kleidung (bspw. Gummistiefel, Regenjacke)

Block 2 - Indikationen und Ausarbeitung von Therapiekonzepten (Modul 4-7)
In diesem Block wird sich intensiv der Ausarbeitung von Therapiekonzepten gewidmet.
Das Vermitteln der Kenntnisse der wichtigsten semiotischen Zeichen in jedem
Indikationsgebiet soll dem Teilnehmer in der Anwendung seiner Therapie eine zusätzliche
Sicherheit verschaffen. Jeder Schüler wird in der Lage sein, das erworbene Wissen sofort
in der Praxis oder für sich persönlich umzusetzen. Dafür steht ihm als Lernhilfe ein
umfassendes Skript zur Verfügung.

Modul 4 (16./17.11.12)
Richtlinien zur Erstellung eines phytotherapeutischen Behandlungskonzeptes.
Frauenheilkunde:
Menstruationsstörungen, hormonelle Dysregulation im Klimakterium, Entzündungen
des Unterleibes

Modul 5 (07./08.12.12)
Herz:
Funktionelle Erkrankungen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Altersherz,
Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen
Lunge:
Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündungen, Abwehrschwäche
und immer wiederkehrende Infekte
Haut:
Hautentzündungen, Wunden, Insektenstiche, Neurodermitis, Schuppenflechte

Modul 6 (25./26.01.13)
Darm:
Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Blähungen, Hämorrhoiden
Magen:
Übelkeit, Erbrechen, Reiseübelkeit, Reizmagen, Sodbrennen, Magengeschwür,
Magenschleimhautentzündung,
Leber und Galle:
Leberfunktionsstörungen, Entgiftung der Leber, Gallenbeschwerden, funktionelle
Bauchspeicheldrüsen-Insuffizienz

Modul 7 (15./16.02.13)
Blase und Niere:
Blasenentzündung, Blasenschwäche, Reizblase, Prostata-Erkrankungen
Nerven:
Ängste, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Erschöpfungszustände
Bewegungsapparat:
Rheumatische Erkrankungen, Arthritis, Arthrose, Gicht

Seminarzeiten Block 2: jeweils Freitag 10.00 Uhr – 17.15 Uhr und Samstag 10.00 Uhr – 15.15)

Die Dozenten:

Uwe Schlutt
In seiner Assistenzzeit in der NHP Germann verbanden Schüler und Lehrer die Liebe zur
Phytotherapie, welches ein fruchtbarer Nährboden für Austausch von Gedankengut war
und ist. Neben seinem umfangreichen Wissen auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde
versteht er es, komplexere Themen und Zusammenhänge anschaulich fundiert zu
vermitteln.
- Tätigkeitsschwerpunkte Phytotherapie und Ausleitungsverfahren
- jahrelange Lehrtätigkeit
- Veröffentlichungen

Peter Germann
Seit dem ersten Tag seiner Ausbildung fühlte er sich insbesondere der Phytotherapie
verbunden. Über 15 Jahre komplettierte er dieses Wissen mit Schwerpunkten wie u.a.
Phytotherapie der HI. Hildegard von Bingen, Pflanzenheilkunde und deren Mystik im
Mittelalter, Wirkung von Heilpflanzen auf unsere Energiefelder, Signaturenlehre,
Recherchen über phytotherapeutische Außenseitermethoden wie z.B. Mykotherapie.
- Mitglied bei Forum Essenzia
- Vizepräsident des BDH
- Buchautor mit zahlreichen Veröffentlichungen und Fernsehsendungen
- jahrelange Lehrtätigkeit
- Vorträge und Seminare im In- und Ausland
- 1995 Auszeichnung mit der "Clemens-von-Bönninghausen- Medaille" für
besondere Verdienste auf dem Gebiet der Naturheilkunde
- 1997 Gründung "Gyü zhi-Gesellschaft für ethnologische Medizin

Veranstaltungsorte:
Modul 1 - 3 in unserem Seminarhaus in der Fränkischen Alb
Modul 4 - 7 in unseren Räumen Virchowstraße 4, Nürnberg

Die gesamte Ausbildung umfasst 98 Unterrichtsstunden aufgeteilt in 2 Blöcke/7 Module
Die beiden angebotenen Blöcke sind auch einzeln buchbar.

Kosten:
Praxisblock (Modul 1-3): 660,00 Euro + 25,00 Euro für Material
Therapieblock (Modul 4-7): 600,00 Euro
(Zahlbar jeweils 2 Wochen vor dem jeweiligen Blockstart)

Bei Buchung und Zahlung von beiden Blöcken (vor Ausbildungsstart): 1.210,00 Euro +
25,00 Euro Materialkosten.
25,00 Euro Materialgeld bitte am ersten Seminartag vom Praxisblock mitbringen.

Teilnehmer:
Heilpraktiker, Heilpraktikeranwärter, andere medizinische Fachberufe, Interessierte
(Da die Ausbildung sehr praxisorientiert ist, ist die Teilnehmerzahl begrenzt)