Osteopathie


Osteopathie Ausbildung

Nächster Ausbildungsstart
: 21. Januar 2011 (maximal 14 Teilnehmer)
Kostenloser Infoabend zur Ausbildung: Dienstag, den 05.10.10 (18.30 Uhr – ca. 21.00 Uhr)

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) begründete vor über 120 Jahre die
Osteopathie. Er ging davon aus, dass sich Gesundheit wie auch Krankheit in den Bewegungen
des Körpers zeigen. Bewegungseinschränkungen zeigen Blockaden an und können im schlimmsten
Fall zum Ausbruch einer Krankheit führen. Die Ursachen einer Bewegungseinschränkung sind
vielfältig. Verrenkungen, Verstauchungen, Verspannungen, Narben aber auch unsere Lebens-
und Essgewohnheiten können Gründe hierfür sein. Weiterhin können sich auch Störungen innerer
Organe in einer Beeinträchtigung der Beweglichkeit des Körpers zeigen.

Um Ursachen von Krankheiten zu erkennen und zu beheben, sind fundierte Kenntnisse der mensch-
lichen Anatomie erforderlich. Osteopathen entwickeln im Laufe ihrer umfassenden Ausbildung ein
hohes Maß an Berührungssensibilität ihrer Finger. Bei seiner Untersuchung erkennt der Osteopath
den Zustand des Bindegewebes, der Muskeln, der Sehnen und der inneren Organe des Patienten und
bedient sich dann unterschiedlicher Techniken, mit dem Ziel Funktionsstörungen zu beseitigen und die
Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren.

Eine osteopathische Behandlung ist bei fast allen Erkrankungen sinnvoll. Die Osteopathie versteht sich
als eine Behandlungsform, die nicht nur die Symptome behandelt, sondern die Auflösung von Einschränk-
ungen bewirken soll.



Es handelt sich hier nicht um eine reale Behandlung oder Werbung für Behandlungsmöglichkeiten,
sondern lediglich um eine exemplarische Demonstration einer Methode, die wir u.a. in unserem
Ausbildungsinstitut lehren. Das Demonstrationsvideo richtet sich primär an Heilpraktiker-
anwärterInnen und HeilpraktikerInnen, die ihr therapeutisches Spektrum erweitern wollen.



Dozent: Herr Arnd Clostermann, Heilpraktiker
Herr Arnd Clostermann (DO.CN ACON; Osteopath B.A.O. I.F.A.O) ist seit 1989 Heilpraktiker und schon
lange Jahre in eigener Praxis in Nürnberg tätig.
Seit 2005 ist er kommissarischer Leiter des ACON-Arbeitskreises in Nürnberg.
Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen beschränkt, um eine intensiv-qualitative Ausbildung
zu gewährleisten.

Curriculum 3,5-jährige Osteopathie Ausbildung

Im ersten Jahr

Wochenende 1
Der Fuß:
Knöcherner Aufbau, Muskulatur, Bänder und deren Funktion; Statik, Biomechanik und Untersuchungstechniken, Behandlungstechniken; Spezielles Thema: Supinationstrauma und Folgen auf die Statik.
Das Knie:
knöcherner Aufbau, Muskulatur, Bänder, Biomechanik und Funktion der Menisken, Tests, Behandlungstechniken.
Spezielles Thema: Meniskusschäden und Bandverletzungen, therapeutische Konzepte; Anatomie und Neurologie
des Beines, Muskelketten aus Sicht der Osteopathie.

Wochenende 2
Die Hüfte:
Knöcherner Aufbau, Bandapparat, Biomechanik, Untersuchungstechniken und Behandlungstechniken.
Das Becken:
Knöcherner Aufbau, Muskulatur, Bänder, Neurologie, Biomechanik, Tests (Vorlauf, Spine, Downing) Unterscheidung
Palpation wichtiger muskulärer Zonen gemäß Triggerpunkten, Unterscheidung von Dysfunktionen des Sacrums
zum Ilium, Testung der wichtigen Beckenmuskeln Psoas, Piriformes und Quadratus lumborum und deren Behandlung-
Einfluss auf Plexus lumbalis und sacralis.

Wochenende 3
Das Becken:
Nochmalige Vertiefung der Behandlung von Os ilium und Os Sacrum, Behandlung des Beckenbodens.
LWS:
Knöcherner Aufbau, Bandapparat, Muskelapparat der Wirbelsäule, vertiefte Anatomie von Plexus lumbalis und sacralis,
Biomechanik, die Fryettschen Gesetze und ihre Bedeutung für die Dysfunktionen der Wirbelsäule.

Wochenende 4
Die Brustwirbelsäule:
Knöcherner Aufbau, Bandapparat, der Reflexbogen und seine Bedeutung für den sympathischen Grenzstrang;
Behandlungstechniken für alle Abschnitte; Vertiefende Neuroanatomie und Darstellung des vegetativen Nervensystems
für die Bedeutung von Dysfunktionen der Wirbelsäule.
Die Rippen:
Knöcherner Aufbau, die Gelenksflächen, Biomechanik und Behandlung.

Wochenende 5
Schultergürtel, Schultergelenk, Ellenbogen und Hand: Biomechanik, Muskulatur, Bänder, Behandlungstechniken.
Spezielle Themen:
Impingement Syndrom, Periarthritis humeroscapularis, Brachialgia parästhetica nocturna, Epicondylitis lateralis
(Tennisellenbogen), Karpaltunnelsyndrom


Wochenende 6
Vertiefung Palpation/Strukturierte Untersuchung des Bewegungsapparates.
Palpation der verschiedenen Gewebe, strukturierte Untersuchung des Bewegungs-apparates.
Bildgebende Verfahren: Ausführliche Röntgendiagnostik, Einblick in die Verfahren
der Magnetresonanz und der Computertomographie.

Im zweiten Jahr

Wochenende 1
Viscerale Osteopathie, Grundlagen der Anatomie, Testung, die viscerale Dysfunktion, Entstehung von
Dysfunktionen, vegetative Einflüsse und ihr Bezug zum Bewegungs-apparat, die visceralen Bewegungen
Motrizität, Mobilität und Motilität.

Wochenende 2
Die Leber, die Galle:
Anatomie, Lage, Biomechanik, viscerale Gelenke, Benennung von Dysfunktionen der Leber und ihre Auswirkung
auf den Bewegungsapparat.
Der Magen:
Anatomie, Lage, Biomechanik, viscerale Gelenke, Benennung von Dysfunktionen des Magens und ihre Auswirkung
auf den Bewegungsapparat.

Wochenende 3
Der Dünndarm, insbesondere Zwölffingerdarm, Pankreas, Milz:
Viscerale Gelenke, Benennung ihrer Dysfunktionen, Anatomie, Lage, Biomechanik, Auswirkung auf den
Bewegungsapparat.

Wochenende 4
Der Dickdarm:
Anatomie, Lage, Biomechanik, viscerale Gelenke, Benennung von Dysfunktionen des Dickdarmes und seine Auswirkung
auf den Bewegungsapparat.
Wiederholung der sogenannten intraperitonealen Organe, Behandlungskonzepte von Kettendysfunktionen auf
neurologischer, muskulärer und fascialer Grundlage

Wochenende 5
Die Niere:
Anatomie, Lage, Biomechanik, viscerale Gelenke, Benennung von Dysfunktionen in drei Graden und ihren Einfluss
auf den Bewegungsapparat.
Die Blase:
Anatomie, Bandverbindungen, kleines Becken und Dysfunktionen, Einfluss auf den Bewegungsapparat.

Wochenende 6
Cranio-Sacrale Therapie, das Membransystem, das Ventrikelsystem, das venöse System des Schädels,
Einführung in die Behandlung, Neuroanatomie.


Im dritten Jahr

Wochenende 1
Die Schädelbasis, insbesondere Synchondrosis basilaris: Anatomie, Lage und embryologische Entwicklung,
Feststellung von Dysfunktionen, Ursachen der Entstehung und Behandlung von traumatischen und membranösen
Dysfunktionen; Anatomie der 12. Hirnnerven und ihre Beeinflussung durch Dysfunktionen der Schädelbasis

Wochenende 2
Das Neurocranium: Os spenoidale, Os occipitale, Os temporale und Os parietale, ihre Suturen und ihre Behandlung;
die Falx cerebri, Tentorium und Falx cerebelli, Spannungsmuster und ihre Behandlung.

Wochenende 3
Das Viscerocranium: Os maxillare, Os nasalis, Os zygomaticus, Os lacrimale, die Knochen der Mittellinie –
Os ethmoidale und Os vomer;

Wochenende 4
Vertiefte Einarbeitung in craniale Behandlungsstrategien
Das Kiefergelenk:
Anatomie und Biomechanik, Einfluss auf die Statik das Bewegungsapparates, Behandlung der Halsfascien,
der supra- und infrahyoidalen Muskulatur, Behandlung des Hyoids.

Wochenende 5
Fasciale Osteopathie: Vorstellung der drei Schichten der Fascien, Anatomie, fasciale Diagnostik zur Auffindung
von strukturellen Dysfunktionen, Einführung in die Behandlung.

Wochenende 6
Die Halswirbelsäule:
Knöcherner Aufbau, Bandapparat, Besonderheit des OAA, Kopfgelenke, Biomechanik,
Bedeutung für das Neurovegetativum, insbesondere forensische Gesichtspunkte der Behandlung,
1. u. 2. Rippe, Biomechanik, Besonderheiten, Behandlung mit Muscle-Energy-Techniken

Im vierten Jahr

Wochenende 1
Integration:
Für die osteopathische Arbeit ist die Integration der gelernten Techniken in das Gesamtheitskonzept-
der drei Säulen der Osteopathie „parietal, visceral, craniosacral“ sehr wichtig. An diesen Tagen wird sich der
Anamnese und Diagnostik, Methodik des Vorgehens, praktischen Fällen und einem Refreshmant der bisherigen
Techniken gewidmet.

Wochenende 2
Fasciale Osteopathie:
Hier wird sich fortführend mit dem Modell der fascialen Diagnostik und Therapie in der Osteopathie gewidmet.
Triggerpunktbehandlung:
Triggerpunkte haben ein Ausstrahlungsmuster, das häufig verwirrend für die eigentliche Methodik ist.
Das Auffinden und klären solcher Ausstrahlungsmuster trägt zur besseren Diagnose bei.

Wochenende 6
Wiederholungswochenende:
Bearbeiten von Fällen nach den drei Grundpfeilern der Osteopathie: strukturelle, viscerale und craniale Osteopathie.
Vorstellung von Problemfällen.

Theoretische und praktische Prüfung - Zertifikatübergabe

Terminänderungen vorbehalten.

Termine werden frühzeitig bekanntgegeben.

Zu den einzelnen Untersuchungswochenenden bekommen Sie jeweils eine Video-CD mit einem Film zum unterrichteten Stoff, damit Sie während der Zeit zwischen den Osteopathiewochenenden die Möglichkeit haben, angeleitet zu üben. Im Unterricht wird nach Buchempfehlungen und weiterführenden Skripten gearbeitet.

Kosten/Wochenende: 280,00 Euro
(jeweils Freitag 16.00 – 19.00 Uhr, Samstag 09.00 – 18.00 Uhr und Sonntag 09.00 – 16.00 Uhr)

Weitere Informationen bei Interesse bitte über die Schule anfordern.


Weiterbildung in Cranio-Sacraler-Therapie –Säuglings- und Kinder-Cranio
Samstag, den 25.09.10 9.00 – 18.00 Uhr
Sonntag, den 26.09.10 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag, den 09.10.10 9.00 – 18.00 Uhr
Sonntag, den 10.10.10 9.00 – 18.00 Uhr
(ausgebucht)

oder:

Samstag, den 15.01.11 9.00 – 18.00 Uhr
Sonntag, den 16.01.11 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag, den 05.02.11 9.00 – 18.00 Uhr
Sonntag, den 06.02.11 9.00 – 18.00 Uhr
(ausgebucht)

Die nächste Weiterbildung in Säuglings- und Kindercranio findet im Frühling 2011 statt.

Dozent: HP Arnd Clostermann
Kosten: 480,00 Euro (240,00 Euro je Wochenende)