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Lerntherapie |

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Ausbildung Lerntherapeut(in) /Lernberater(in)
Nächster Ausbildungsstart: März 2013
Lernschwierigkeiten, Legasthenie, Dyskalkulie und Probleme der Aufmerksamkeit - viele Kinder sind betroffen und die Eltern fühlen sich alleine gelassen. Die Folgen hieraus sind weitreichend wie z.B. Ausgrenzung, Scham, Überforderung, Aggressionen und Stress, ein harmonisches Familienleben ist teilweise kaum noch möglich.
Die Kinder und die Eltern benötigen Unterstützung um diesen Teufelskreis zu unterbrechen. Der Lerntherapeut/Lernberater kann hier zur Seite stehen. Er analysiert die Lern- bzw. Moti- vationsprobleme, betreut, begleitet und leitet an. Er zeigt die Stärken auf und macht Mut um durch Erfolgserlebnisse das Selbstvertrauen wieder aufzubauen.
Das Berufsbild umfasst Aspekte aus Pädagogik und Psychologie. Der Lerntherapeut/-berater nutzt aus diesen Gebieten verschiedene Elemente, er braucht gute Grundlagen, Wissen und Können, um dann Schwerpunkte für die eigene Arbeit zu finden.
Lernstörungen sind individuell, die lerntherapeutische Vorgehensweise und Methodenwahl orientiert sich deshalb immer am Level des Kindes. Lerntherapie ist ganzheitlich, das Kind wird stets in seinem Umfeld gesehen, um über diese systemische Betrachtungsweise auch Lernblockaden psychosozialer Ursache aufzudecken.
Lerntherapie ist keine Nachhilfe und unabhängig vom Schulstoff. Wenn man sich das Wissen und Können des Kindes als Haus vorstellt, arbeitet der Nachhilfelehrer auf der Etage des aktuellen Schulstoffes. Der LT sieht sich das Haus an, desto weiter unten etwas fehlt, desto weiter geht er in der Therapie zurück, zur Not bis zum Fundament, den Kindergarten- und Vorschulbereich, um das Haus vor dem Einsturz zu bewahren.
Lerntherapie ist zeitlich begrenzt und immer „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Lerntherapie setzt an, wenn sich trotz ausreichender Beschulung und mindestens normaler Intelligenz Lernstörungen entwickelt haben, also starke Schwierigkeiten beim Erwerb von Lesen, Schreiben, Rechnen und entsprechende Begleiterscheinungen.
Die Ausbildung:
Die Ausbildung selber ist sehr praktisch orientiert, denn nicht nur das reine theoretische Faktenwissen ermöglicht die Ausübung dieser Tätigkeit sondern das Wissen um das „Wie setze ich das Gelernte um“. Es geht nicht um das Auswendiglernen der Theorie, sondern um Verstehen und Probieren. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt um eine intensiv-qualitative Ausbildung zu gewährleisten.
Die Tätigkeitsgebiete für Lerntherapeuten und Lernberater finden sich z.B. in einer eigenen Praxis oder auch im Angestelltenverhältnis in therapeutischen Institutionen.
Der Unterricht findet an 12 Wochenenden, jeweils 1 Wochenende pro Monat statt. (ausgenommen Bay. Sommerferien). Unterrichtszeiten sind jeweils Samstag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr /Sonntag von 9.00 Uhr – 17.00 Uhr und setzt sich zusammen aus Unterrichtszeit, Selbsterfahrung sowie Supervision mit Videoanalyse.
Die Unterrichtszeit beträgt 224 Unterrichtseinheiten (1 UE = 45 min.). Hinzu kommen etwa 140 Zeitstunden Selbststudium (Fachliteratur, Falldokumentation, Facharbeit, Peergruppenarbeit). Für das Praktikum, welches während der Ausbildung startet, werden 18 Tage á 4 Zeitstunden angesetzt. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sind wir Ihnen gerne behilflich.
Den Abschluss bildet eine Facharbeit über ein frei gewähltes lerntherapeutisches Thema und eine Falldokumentation. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung erhalten Sie wahlweise ein Zertifikat unseres Institutes oder der Atento-Akademie.
Inhalte:
Neurobiologische und neurophysiologische Basics:
- Aufbau und Funktion des Gehirns unter lerntherapeutischen Aspekten - Plastizität, Vernetzung, Selbstorganisation des Gehirns - Informationsverarbeitung, Lernen und Gedächtnis - Lernen und Reflexe
- sensorische Bedingungen: Wahrnehmung und Wahrnehmungsstörungen - kognitive Bedingungen: Arbeitsstil, Lerntypen, Lernstrategien, Problemlösen - affektiv-emotionale Bedingungen: Motivation, Einstellungen, Selbstwert - entwicklungspsychologisches Modell von Piaget und dessen Weiterentwicklung - lerntheoretische Modelle: Konditionierung, operantes Lernen, Lernen am Modell - Intelligenz und Begabungen - Konzentration und Aufmerksamkeit - exekutive Funktionen
Äußere Faktoren:
- sozioökonomische/kulturelle Aspekte: Familie, Freunde, Institutionen - allgemeine Einflussfaktoren auf das Lernen: Arbeitsplatzbedingungen, Bewegung, Entspannung, Ernährung
Indikationen und Methoden:
- LRS/Legasthenie - Dyskalkulie - ADS/ADHS - Auffälligkeiten/Differentialdiagnostik: Hochbegabung, Asperger, oppositionelle, ängstliche Kinder, Linkshänder - Lernen lernen - allgemeine Interventionen, z.B. Auswirkungen von Stress – Möglichkeiten zum Abbau - Einsatz von Montessorimaterialien in der Lerntherapie - Prävention - Supervision mit Videoanalyse
Zusammenarbeit mit und Abgrenzung von anderen Fachkräften:
- Rechtliches/Formales
Basic skills für therapeutische Arbeit:
- Gesprächsführung - Beziehungsaufbau, Bedürfnisse, Vertrauen schaffen, Abwehrmechanismen, Kommunikationssperren usw. - Falldokumentation, Hilfeplan, Befunde verfassen, Anamnese, Kind-Umfeld-Analyse, Testergebnisse lesen am Beispiel IQ-Test ...
Abschlussarbeit und Präsentation:
-frei gewähltes lerntherapeutisches Thema, Falldokumentation
Praktikum mit Falldokumentation
Die Dozenten:
Unsere Dozenten sind hochqualifiziert und erfahren sowohl in der Praxis als auch im Bereich der Erwachsenenbildung.
Silvia Paesold-Rozanski: Studium Pädagogik/Psychologie, Grundschullehrerin, REHA-Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Dozentin am CDI in der Erwachsenenbildung, Fernstudium Diplom-Lerntherapeut, Zusatzseminare klientenzentrierte Gesprächstherapie, Fortbildungen Lerntherapie IWLP, Motogeragogik, Legasthenie, Zusatzqualifikation Psychomotorik/ Motopädie, Heilpraktikerin, AD(H)S-Berater (Optimind), seit 5 Jahren eigene lerntherapeutische Praxis, Vorträge und Dozentin
Dr. Andrzej Majewski: Studierte Sportwissenschaft und Gesundheiterziehung, später noch Psychogerontologie, hat eine heilpädagogische Zusatzausbildung, arbeitet in eigener Praxis für psychomotorische Entwicklungsförderung, ist Dozent (verschiedene Fachhochschulen), ist Autor, seine Dissertation war über neue Förderansätze in Pädagogik und Therapie, Tätigkeit in eigener Fortbildungsakademie für Psychomotorik und Motopädagogik
Jolanta Majewska: Magister der Pädagogik (Uni Warschau), Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte und des therapeutisch- psychologischen Dienstes der Lebenshilfe in Schwabach, Tätigkeit in eigener Praxis für klinische Psychomotorik und Akademie für Weiterbildung, Ausbildung in klientenzentrierter Gesprächsführung nach Rogers, Autorin, Dozentin
Doris Engels: Ergotherapeutin, 10 Jahre Tätigkeit im psychiatrischen Akutbereich Nordklinikum Nürnberg (Zusammenarbeit mit KJP) und in der Neurologie in geriatrischer Tagesklinik, Leitung einer ambulanten Nachsorgegruppe psychisch Kranker, arbeitet seit 12 Jahren in eigener ergotherapeutischer Praxis meist mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren (Pädiatrie, Neurologie, Geriatrie, Psychiatrie, Psychosomatik, Orthopadie/ Rheumatologie/ Chirurgie), Zusatzqualifikation: Gestaltungstherapie, Sensorische Integrationstherapie, Systemische Familientherapie, AD(H)S-Berater (Optimind), Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche nach IntraactPlus- Konzept nach Jansen und Streit, hält Vorträge und ist Dozentin für verschiedene Themata
Kristina Raab: Erzieherin, Montessoripädagogin, Frühförderung, Heilpädagogik, systemische Ausbildung, Lerntherapeutin, Dozentin
Klaus Freitag: Studium Lehramt und Schulpsychologie, Nachqualifikation zum Sonderschullehrer, Beratungsrektor an Förderschulen, Sonderschulrektor, Vorträge und Dozent (z.B. Lehrerakademie Dillingen, ISB München, freiberuflich)
Termine 2011/2012: Samstag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr /Sonntag von 9.00 Uhr – 17.00 Uhr 02./03.04.11, 16./17.04.11, 14./15.05.11, 04./05.06.11, 16./17.07.11, 24./25.09.11, 22./23.10.11, 12./13.11.11, 17./18.12.11, 14./15.01.12, 18./19.02.12, 17./18.03.12 (Terminänderungen vorbehalten)
Termine 2012/2013 Samstag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr /Sonntag von 9.00 Uhr – 17.00 Uhr. 31.03./01.04.12, 21./22.04.12, 05./06.05.12, 23./24.06.12, 21./22.07.12, 29./30.09.12, 06./07.10.12, 17./18.11.12, 01./02.12.12, Januar 2013, Februar 2013, März 2013 (Terminänderungen vorbehalten)
Kosten: 2.940,00 Euro - zahlbar je Wochenende á 245,00 Euro (Ust.-befreit)
Teilnehmer: Diese Ausbildung richtet sich an engagierte Menschen, die bereits beispielsweise eine pädagogische, psychologische, pflegende und/oder medizinische Ausbildung haben wie z.B. Psychologen, Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Lehrer, Ergotherapeuten, Logopäden oder Heilpraktiker (HP und HPP) bzw. Heilpraktikeranwärter. Wichtig ist, dass Sie Freude am Umgang mit Menschen haben und mit Offenheit auf Ihr neues Tätigkeitsfeld zugehen möchten.
Das ausführliche Curriculum können Sie hier anfordern
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